Praxis

Übungen

Einfache Übungen für Atem, Haltung und Aufmerksamkeit – aus der Schule des Tian Gong und vom Bodhi-Meister und mit Respekt weitergegeben.

01
Feng Huang Bronzeglocke · Basisübung

Bronzeglocke

Eine stille, sich selbst regulierende Übung mit langer Überlieferung – der Legende nach brachte Bodhidharma sie von Indien nach China; Großmeister Datong Shizun hat sie energetisch erhöht. Sie ist leicht zu lernen und lässt sich fast überall üben.

Zweck
Sammlung, innere Ruhe und ein freier Fluss des Qi; ein stabiles Gefühl, „in sich zu stehen“.
Haltung
Im Stehen, Sitzen oder Liegen (insgesamt sechs Positionen). Wirbelsäule aufgerichtet, Schultern sinken, Kiefer locker, Blick weich oder Augen geschlossen.
Ablauf
Ankommen und die Haltung einnehmen · Aufmerksamkeit sanft nach innen richten · die Vorstellung einer schützenden Glocke um den Körper · in der Stille verweilen und den Körper sich selbst regulieren lassen · langsam zurückkommen, Hände reiben, Gesicht ausstreichen.
Atmung
Natürlich und ruhig durch die Nase, nichts erzwingen; der Atem wird mit der Zeit von selbst tiefer.
Dauer
Zum Einstieg 10–15 Minuten, später 30 Minuten oder länger, gern täglich zur gleichen Zeit.
Hinweise
Nicht direkt nach schweren Mahlzeiten üben. Spontane kleine Bewegungen oder Wärme sind normal – nichts festhalten. Die genaue Anleitung der sechs Positionen gibt es im Kurs.
02
Feng Huang Heilige Hände · Aufbauübung

Heilige Hände

Die Aufbauübung zur Bronzeglocke. Über Akupunkturpunkte an den Händen wird das Qi angeregt und nach außen gelenkt – zur Stärkung der eigenen Kräfte und als Grundlage, anderen Menschen energetisch beizustehen.

Zweck
Die Wirkung der Bronzeglocke vertiefen, Wärme und Energie in den Händen spüren, achtsame Berührung lernen.
Haltung
Aufrecht stehend oder sitzend, Knie weich, Ellenbogen leicht vom Körper gelöst, Hände entspannt vor dem Unterbauch.
Ablauf
Mit einigen Minuten Bronzeglocke beginnen · die Handpunkte nach der im Kurs gelehrten Methode aktivieren · die Handflächen einander zuwenden und den „Energieball“ spüren · Qi zum eigenen Körper oder – nach Anleitung – zu einem Gegenüber lenken · zum Abschluss sammeln am Unterbauch.
Atmung
Ruhig und weich; beim Sammeln etwas länger ausatmen.
Dauer
15–20 Minuten; vorher die Bronzeglocke als Basis.
Hinweise
Setzt die Bronzeglocke voraus und wird nur im Kurs vollständig vermittelt. Arbeit mit anderen ersetzt keine medizinische Behandlung.
03
Wahre Worte der himmlischen Liebe · „Seelensutra“

Die vier wahren Worte

„Ich liebe dich. Es tut mir leid. Ich bitte um Vergebung. Danke.“ Vier Sätze, mit offenem Herzen gesprochen – eine Praxis der Versöhnung mit sich selbst, anderen Menschen und allem Lebendigen.

Zweck
Beziehungen klären, Belastendes loslassen, Dankbarkeit und Liebe stärken. „Es tut mir leid“ und „Ich bitte um Vergebung“ lassen los, „Ich liebe dich“ und „Danke“ nehmen Helles auf.
Haltung
Aufrecht stehend oder sitzend, Herz offen, Gesicht entspannt.
Ablauf
Es gibt eine stille und eine bewegte Form. In der bewegten Form begleitet je eine einfache Armbewegung jedes der vier Worte; die Worte werden laut und aufrichtig rezitiert und mehrfach wiederholt. Man kann sie einem Menschen, einem Körperteil, einer Situation oder sich selbst widmen.
Atmung
Sprechen im Ausatmen, natürliches Einatmen zwischen den Sätzen.
Dauer
Wenige Minuten bis zu einer halben Stunde; die bewegte, laut gesprochene Form gilt als die wirksamste.
Hinweise
Wichtiger als die Anzahl ist die Aufrichtigkeit. Die Übung lässt sich gut in den Alltag einbauen.
Video: Worte der Himmlischen Liebe · Feng Huang Yuan (Vimeo)
04
„Wir joggen in eine höhere Dimension“

Dimensionslauf

Ein Lauf auf der Stelle, der viele überrascht: Trotz Bewegung kommen selbst Untrainierte kaum außer Atem und fühlen sich danach frisch. Er braucht nur wenig Platz und eignet sich für Jung und Alt.

Zweck
Herz und Lunge sanft trainieren, Haltung verbessern, den Körper beleben – als regelmäßige Fitness- und Wellnessübung.
Haltung
Aufrecht, Blick geradeaus, Schultern locker, Arme schwingen frei; fester, aber leichter Stand.
Ablauf
Locker auf der Stelle beginnen · den im Video gezeigten Bewegungsvarianten folgen, jede mit eigener Wirkung · Tempo so wählen, dass man sich noch unterhalten könnte · langsam ausklingen lassen und kurz still nachspüren.
Atmung
Frei und rhythmisch durch die Nase; bei Atemnot Tempo reduzieren.
Dauer
Das Übungsvideo dauert gut 7 Minuten – ideal als tägliche Einheit.
Hinweise
Bei Herz-, Gelenk- oder Kreislaufproblemen vorher ärztlich abklären und behutsam beginnen.
Video: Joggen – Dimensionslauf · Feng Huang Yuan (Vimeo)
05
Eine Reise durch den Kosmos

Himmlischer Spaziergang

Eine sehr einfache Übung, die man auch zwischendurch am Arbeitsplatz machen kann: In der Vorstellung strömt farbiges Licht der fünf Planeten, entsprechend den fünf Elementen, in die Organe und nährt Körper und Seele.

Zweck
Entspannung, ein leichtes, wohliges Körpergefühl, Reinigung von Belastendem – auch für die Atmosphäre des Raumes.
Haltung
Beliebig: stehend, sitzend oder gehend; die Augen können offen bleiben.
Ablauf
Den „himmlischen Regen“ von oben einladen · das Licht durch die inneren Organe fließen lassen · Belastendes über die Fußsohlen (Punkt Yongquan) in die Erde abgeben · „Das Licht ist in meinem Körper, mein Körper ist im Licht.“
Atmung
Natürlich, ohne Technik.
Dauer
Kurz oder lang, jederzeit – schon wenige Minuten tun gut.
Hinweise
Lässt sich sogar beim Musikhören oder Spazierengehen üben.

Beschreibungen in eigenen Worten nach den Angaben von Feng Huang Yuan; Details (z. B. die sechs Positionen der Bronzeglocke) werden im Kurs vermittelt und noch mit Sigmar abgestimmt.